Bibeldorf Rietberg

Bibeldorf Rietberg

Kurz vor den Herbstferien, am 6.10.2016, stand für uns, die 3a,  noch ein Ausflug auf dem Programm. Zusammen mit der 4b von Frau Schemmann besuchten wir das Bibeldorf in Rietberg.
Hier kann man kann viel darüber erfahren, wie ein Dorf in Israel zur Zeit Jesu ausgesehen hat und wie die Menschen dort gelebt und gearbeitet haben.

Bevor es mit dem Programm losging, mussten wir uns natürlich erst einmal stärken. Dann kam unsere Führerin Anne, die uns ganz viel erzählt und erklärt hat. Wir konnten aber auch eine Menge Dinge selbst ausprobieren.

Eine Gruppe konnte bei der Seilerin Eva selbst ein langes dickes Seil herstellen.

Im Garten mit der Kräuterfrau Ingrid haben wir verschiedene Kräuter, ihren Geruch und z.T. auch ihren Geschmack kennengelernt. Wir haben auch gelernt, welche Wirkung diese Kräuter auf den Menschen haben und wie man die Kräuter bei Krankheiten einsetzen kann. Und weil viele Kräuter auch gut schmecken, haben wir selbst Kräutersalz hergestellt. Zum Abschluss gab es Brot mit Joghurt und darüber haben wir unser Kräutersalz gestreut. Wir hatten so viel Kräutersalz, dass wir noch eine große Portion mit nach Hause in unsere Klasse nehmen konnten.

In der Tischlerei beim Zimmermann haben wir an einer Harke für die Römer gearbeitet. Jeder von uns sollte aus einem Stück Holz einen Zinken herstellen. Dazu mussten wir die Rinde entfernen und aufpassen, dass die Zinken nicht zu spitz wurden. Denn dann hätte es eine Strafe von den Römern gegeben, weil sie gedacht hätten, man wollte die Harke als Waffe gegen sie einsetzen.

Wir haben auch alle zusammen Fladenbrot und Dip gegessen, so wie die Menschen es früher auch getan haben. Dazu gab es Wasser zu trinken.
Als wir in einem Einraumhaus standen, konnten wir uns richtig vorstellen, wie eine Familie darin gelebt hat, weil es vollständig eingerichtet war. Dass im vorderen unteren Teil des Hauses allerdings auch die Tiere der Familie lebten, konnten wir uns nicht so richtig vorstellen.

Dann waren wir noch in einem Nomadenzelt. Unsere Führerin hat uns erklärt, wie die Hirten und ihre Familien früher in diesen Zelten gelebt haben. Victoria durfte eines der Gewänder anprobieren, das die Frauen damals getragen haben. Man benutzte so ein Gewand auch zum Zudecken in der Nacht und die weiten Ärmel konnte man wie Taschen benutzen; z.B. zum Tragen von Brennstoff, also getrocknetem Kameldung.

An der nächsten Station haben wir Mehl gemahlen, so wie früher zwischen dicken Mahlsteinen. Das war gar nicht so leicht. Vor allem dauert es ganz lange, bis man genügend Mehl für Brot zusammen hat. Wir haben zu 20 Kindern mit 10 Mahlsteinen fast eine halbe Stunde lang gemahlen und dabei nur etwas weniger als ein Pfund Mehl herausbekommen. Aber wir haben uns alle angestrengt und wir sind stolz auf das Mehl, das wir mitnehmen konnten.

Zum Abschluss des Vormittages haben wir uns alle in der Synagoge versammelt und hier noch Wichtiges über den jüdischen Glauben erfahren.

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